„Wohnungsnot in Göttingen – Konzepte und Massnahmen“

v.l. Claudia Leuner-Haverich, Geschäftsführerin der Städt.
Wohnungsbau GmbH Göttingen; Prof. Dr. Jörg Magull, Geschäftsführer
des Studentenwerks Göttingen; Dr. Dagmar Schlapeit-Beck, Vorsitzende
SPD-Ortsverein Göttingen- Nordost; Petra Broistedt,
Sozialdezernentin Stadt Göttingen

Zu diesem Thema diskutierte der Ortsverein Göttingen-Nordost in einer öffentlichen Veranstaltung im Bürgerhaus Göttingen am 19. November mit namhaften Experten*innen. Die Vorsitzende Dr. Dagmar Schlapeit-Beck verwies zunächst auf den Bedarf von ca. 5.000 Wohnungen in Göttingen bis zum Jahr 2030. Die SPD sei froh darüber, dass die Stadt Göttingen ihre eigene Wohnungsbaugesellschaft unterstütze und diese nicht, wie andere Städte, in finanzschwachen Zeiten verkauft habe. Die Geschäftsführerin der städt. Wohnungsbaugesellschaft Göttingen Claudia Leuner-Haverich verwies auf die Rolle der Städt. Wohnungsbaugesellschaft im „Göttinger Bündnis für bezahlbares Wohnen“, in dem ihre Gesellschaft massgeblich mitwirke. Dort hätten die beteiligten Akteure auf dem Wohnungsmarkt vereinbart, jährlich rund 420 neue Wohnungen in Göttingen zu bauen, davon alleine 200 Wohnungen jährlich durch die Städt. Wohnungsbaugesellschaft. Die Roringer SPD hat darauf hingewiesen, dass der Ortsteil Roringen sehr an der Ausweisung neuer Baugebiete interessiert ist und sich hierfür eine zügigere Bearbeitung durch die Stadt Göttingen wünscht.

Der Geschäftsführer des Studentenwerks Göttingen Prof. Dr. Jörg
Magull betonte, dass es für die 4.500 Studentenwohnheimplätze zur
Zeit allein 1.800 Studierende auf der Warteliste gäbe. Die
Wohnheimplätze in Göttingen seien absolut nicht ausreichend.
Allerdings sei ein Ausbau weiterer Wohnheimkapazitäten für das
Studentenwerk nur mit einer finanziellen Förderung durch das Land
Niedersachsen möglich. Diese würde es jedoch im Unterschied zu
anderen Bundesländern nicht geben. Ohne Baukostenzuschüsse durch
das Land sei es aufgrund der hohen bestehenden Baukosten für das
Studentenwerk nicht möglich, neue Wohnheime für Studierende zu
schaffen.

Der SPD Ortsverein-Nordost sagte seine politische Unterstützung für
das Studentenwerk Göttingen zu und wird auf den nächsten
Parteitagen einen entsprechenden Antrag vorlegen, der das Land
Niedersachsen auffordert, die Studentenwerke beim Bau neuer Wohnheime
zur Bekämpfung der studentischen Wohnungsnot finanziell zu
unterstützen.