|  | Jusos machen Basketball-Nachmittag |
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Seit dem Beschluss der Jusos Göttingen von Januar 2008, im Sinne der Gleichberechtigung alles dafür zu tun, dass auch in Zukunft erstklassiger Damenbasketball vor Ort gespielt wird, hat sich eine Menge getan. Der Verein BG 74, der seit 2003 ehrenamtlich den Damenbasketball stemmt und 2007 mit der Herrenmannschaft in die 1. Liga nachgezogen war, musste dem Erfolg Tribut zollen: Aus der Profisparte des Vereins wurde eine GmbH, die Starting Five. Seit 2007 kümmert sie sich um den Spielbetrieb.
Ein Millionenetat musste nachgewiesen werden, um die lang ersehnte Lizenz für die Herren zu erhalten. Gleichzeitig verschob sich das Augenmerk von ZuschauerInnen, Sponsoren und ehrenamtlichen HelferInnen in den Herrenbereich. Die Rettungsbemühungen für die Damen begannen im Frühjahr 2008; Wolfgang Meyer und die SPD-Ratsfraktion schalteten sich über die Politik ebenso ein wie viele SPD-Mitglieder durch den frühzeitigen Kauf von Dauerkarten. Auch Erika Mann hörte von den Aktionen und organisierte finanzielle Unterstützung, weitere Euros wurde am Rande einer SPD-Weinprobe eingesammelt. Im Sommer dann der Riesenerfolg: 200.000 EUR waren zusammen gekommen.
Hauptgrund dafür ist der Einstieg neuer Sponsoren, allen voran der Trinos Vakuum Systeme GmbH Göttingen als Namenssponsor. Trinos stellt mit mittlerweile 150 MitarbeiterInnen vor Ort Produkte her, die man nicht im Laden kaufen kann und die daher nicht nur in Göttingen weitgehend unbekannt sind. Das sollte sich ändern, erläuterte Trinos-Geschäftsführer Marcus Weinhagen am vergangenen Sonntag auf Einladung der Jusos. Der Einstieg sei dabei nicht so sehr eine gesellschaftspolitische Entscheidung gewesen, so der ehemalige Juso-Unterbezirksvorsitzende aus Pinneberg. Vielmehr war und ist es eine langfristig angelegte betriebswirtschaftliche Erwägung, den Namen Trinos zu kommunizieren. Man wollte vor allem den Bekanntheitsgrad der Firma vor Ort erhöhen, was sofort spürbar gelang, wie Marcus Weinhagen feststellte: Auf Stellenanzeigen antworte das Vielfache an BewerberInnen, die MitarbeiterInnen seien motiviert. Umso schöner für die Jusos, dass Sponsoring im Damenbereich nicht nur aus Wohltätigkeit, sondern auch betriebswirtschaftlich Sinn macht!
Der ebenfalls anwesende „Starting Five“-Geschäftsführer Marc Franz ließ die Jusos einen Einblick in die vielen Aufgaben im Hintergrund des Profisports gewähren. Auch er gab sich optimistisch, in den nächsten Jahren sowohl Damen- als auch Herren-Bundesligamannschaften in Göttingen präsentieren zu können. (mb)
