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Der DV-Beschluss zum EHP ("Zukunftsvertrag")


DV-Beschluss_EHP.pdf   133 K

1. Mai 2012


 


Maiaufruf des SPD-Stadtverbands



In guter Tradition ruft der SPD-Stadtverband Göttingen auch in diesem Jahr wieder auf zur Teilnahme an den Mai-Kundgebungen des DGB unter dem Motto „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit“.

Dass die deutsche Wirtschaft trotz der europäischen Finanzkrise nach wie vor boomt, ist bei den ArbeitnehmerInnen bisher leider nicht angekommen. Im Gegenteil: Immer mehr prekäre Beschäftigung, immer mehr Leiharbeit, befristete Arbeitsverhältnisse und Minijobs prägen das Bild des deutschen Arbeitsmarkts. Hinzu kommen teilweise Löhne, die zum Leben nicht reichen, und nach wie vor werden Frauen schlechter bezahlt als Männer. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss endlich durchgesetzt werden: Für Männer wie Frauen, für Leiharbeiter wie fest Angestellte.

In Zeiten hoher Betriebsgewinne bekommen Manager immer höhere Gehälter, Boni und Ruhestandszahlungen. Auf der anderen Seite wird den Beschäftigten eine angemessene Lohnerhöhung verweigert, werden sichere Arbeitsplätze abgebaut, um diese mit Zeitarbeitern zu besetzen. Und die Bundesregierung schafft es nach wie vor nicht, eine gesetzliche Mindestlohn-Regelung einzuführen.

Auch in Göttingen sind ArbeitnehmerInnen von diesen Praktiken betroffen. Seien es fragwürdige Arbeitsbedingungen wie bei Netto oder willkürliche Betriebsschließungen wie bei Teldas. Aber auch Ausgründungen von Betriebsteilen, wie zum Beispiel bei der UMG-Gastronomie bereits geschehen und bei Karstadt geplant, dienen in erster Linie dem Ziel, den Beschäftigten geringere Löhne zu zahlen. Dagegen müssen wir uns wehren.

Wer Minimal-Löhne erhält oder arbeitslos wird, ist auf staatliche Hilfe angewiesen und läuft Gefahr, auch im Ruhestand auf diese Hilfe angewiesen zu sein. Von dieser Altersarmut sind immer mehr Menschen bedroht. Wir verschweigen nicht, dass auch die SPD durch die Hartz IV-Gesetze zu diesen Zuständen beigetragen hat. Umso mehr ist es unser Anliegen, gemeinsam mit den Gewerkschaften für mehr Sicherheit im Alter zu kämpfen. Die beste Garantie dafür sind unbefristete Arbeitsverhältnisse und angemessene Löhne.

Heraus zum 1. Mai!!!!!!

 


Lese-Empfehlung


Prominente Köpfe

Schon das Buch-Cover zeigt vier Köpfe, die mit der Geschichte der SPD verbunden sind, was sich von dem fünften Kopf, Robert Oppenheimer, nicht sagen lässt, obwohl sein politischer Ort in den Vereinigten Staaten ebenfalls links war.

Mit „Göttinger Köpfe“ hat Franz Walters „Institut für Demokratieforschung“ eine Biografiensammlung vorgelegt, die am Beispiel der Universitätsstadt Göttingen die politische Entwicklung in Deutschland anhand von 30 Göttinger Biografien darstellt. Knapp, informativ und kurzweilig zu lesen. Die wenigsten von Ihnen wurden in Göttingen geboren; sie kamen zum Studium, sie wurden an die Universität berufen, sie prägten viele Menschen. Einige nehmen eine zentrale Stellung in der Wissenschafts- und Geistesgeschichte ein. Überraschend sind die Verknüpfungen der Biografien, die die kleine Universitätsstadt, wie einer der Autoren schreibt, zu einem „Geburtsort der bundesrepublikanischen SPD“ machten.

Stine Marg, Franz Walter (Hg.)

Göttinger Köpfe und ihr Wirken in die Welt

Verlag Vandenhoeck & Ruprecht

Göttingen 2012, 246 Seiten, 14,94 Euro

ISBN 978-3-525-30036-7



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