|  | SPD Göttingen: Gegen Rechts hilft kein Straßenkampf |
|  | |
|  |

Die SPD Göttingen wertet es als Erfolg, dass es eine beeindruckend große Beteiligung der Göttinger Bevölkerung gegen den Aufmarsch der Nazis gegeben hat. Auch wenn die Krawalle im Vordergrund der Berichterstattung standen, so demonstrierte die überwältigende Mehrheit friedlich. Die Vorsitzende der Göttinger SPD, Gabriele Andretta, bedauert die gewaltsamen Auseinandersetzungen: "Die Geschichte zeigt, gegen Rechts hilft kein Straßenkampf, sondern nur eine breite Ablehnungsfront über alle Teile der Bevölkerung. Wenn sich eine Mehrheit gegen rechte Ideen einig ist, dann haben Rechtsextremisten in einer Demokratie keine Chance. In diesem Zusammenhang kritisiert Andretta auch das OVG-Urteil: "Auch für die Organe der Demokratie muss gelten, keine Freiheit für die Feinde der Freiheit."
Ein Verbot der NPD wäre daher die richtige politische Antwort auf solche Aufmärsche, wie Göttingen sie am Samstag erlebt habe.
Umso enttäuschender und ärgerlicher ist es, dass weder die CDU noch deren Oberbürgermeister sich an dem breiten gesellschaftlichen Bündnis und der friedlichen Demonstration beteiligt haben. Andretta: "Es hat sich erneut gezeigt, dass die demokratische und weltoffene Stadt Göttingen von ihrem Oberhaupt nicht angemessen repräsentiert wird."
