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Aufruf zum 1. Mai


Auch in diesem Jahr kommen am 1. Mai in vielen Ländern der Welt Menschen zusammen, um den Tag der Arbeit zu begehen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund nutzt dieses Mal die Kundgebungen um klar zu machen, dass Menschen mehr sind als ein Kostenfaktor, eine Nummer im Stellenplan und Humankapital in der Bilanz von Konzernen.

 

"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."

Dieser Satz ist das Fundament des Grundgesetzes, Artikel 1.

 

 

 

Knapp 5 Millionen Menschen sind arbeitslos. Und noch mehr Menschen haben Existenzängste. Dabei gehört es zur Menschenwürde, mit eigener Arbeit den Lebensunterhalt verdienen und frei von Existenzängsten leben zu können.
Viele Frauen und Männer arbeiten in unserem Land unter entwürdigenden Arbeitsbedingungen und bei schlechter Entlohnung. Es gehört zur Würde des Menschen, dass Arbeit existenz-sichernd ist, Qualifikation und Selbstverwirklichung fördert. 
Teile der Wirtschaft sehen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als bloße Kostenfaktoren. Selbst viele Menschen, die Arbeit haben, fürchten um ihren Arbeitsplatz und sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Der kurzfristige ökonomische Erfolg ist den maßgeblichen Entscheidern wichtiger geworden als die nachhaltige Sicherung des gesellschaftlichen Wohlstands.

 

Nichts kommt von allein. Wenn Menschen sich engagieren und sich einmischen, wird es besser. Menschenwürde, Sozialpflichtigkeit des Eigentums, Tarifautonomie und Mitbestimmung auf gleicher Augenhöhe sind die Basis einer freien Gesellschaft.

 

Für die Menschenwürde eintreten bedeutet heute:

Die Politik hat Vorrang vor Wirtschaftsinteressen.
Der Mensch ist wichtiger als die Kapitalrendite.
Erwerbslose brauchen faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Alle haben das Recht, gesund alt zu werden, ohne im Alter arm zu sein.
Die sozialen Sicherungssysteme sind Grundvoraussetzung für ein Leben in Würde und sozialem Frieden.

 

Menschenwürde schließt sichere Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Menschenwürde verlangt den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und das Zusammenleben in einer solidarischen Gesellschaft. Dafür treten wir Göttinger SozialdemokratInnen zusammen mit den Gewerkschaften ein.

 

Auch in unserer Region gibt es Probleme, die zu thematisieren sind: Baufirmen ermangelt es an Tariftreue, Großunternehmen streichen massiv Arbeitsplätze, das Land nötigt seine Bediensteten geradezu zum Streik und vielen Jugendlichen fehlt eine Ausbildungsperspektive.

 

Wir rufen euch daher zur Teilnahme an den Veranstaltungen am 1. Mai 2005 auf!

 

10:20 Uhr Treffen am Platz der Synagoge

10:30 Uhr Demonstration ab dem DGB-Haus

11:00 Uhr Kundgebung

 



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