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Überzeugendes Wahlergebnis für Gabriele Andretta


Auf der DV am 9.10. wurde Gabriele Andretta mit einem überzeugenden Ergebnis zur neuen Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes Göttingen gewählt. Mit ebenso gutem Ergebnis stimmten die Delegierten für Stefan Christmann als neuen stellvertretenden Vorsitzenden. Einstimmig verabschiedet wurde der Antrag des AK Soziales zum Thema Hartz IV.

 

Vorausgegangen war eine Einführung in das Thema durch die Referenten Dietmar Linne und Klaus Geide vom Amt für Beschäftigungsförderung und eine konstruktive Diskussion der Delegierten. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde der Juso-Antrag zu Jugendpolitik. Die Resolution wurde vom AK Soziales zurückgezogen. Einziger Wehmutstropfen war das Ausscheiden Tom Stolles aus seinem Amt. Der Abschied viel Tom Stolle sichtlich schwer. Überhäuft mit Geschenken und dankenden Worten von Partei, Fraktion und Jusos ließ Tom Stolle seine Zeit in Göttingen Revue passieren.

 

Deutliche Worte fand Gabi Andretta in ihrer Rede. Dabei kritisierte sie die Untätigkeit der CDU vor Ort und die Politik der Landesregierung in Hannover. „Eine der ersten Amtshandlungen der Landesregierung war es, die Lernmittelfreiheit abzuschaffen. Die von der SPD eingeführte Sprachförderung wurde zusammen gestrichen und die Hausaufgabenhilfe gleich mit platt gemacht. Und das, obwohl immer noch 10 Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Abschluss verlassen.“ Statt mehr Förderung für Kinder und Jugendliche streiche Wulff das bisschen, was es gäbe, noch völlig zusammen.

 

„Der OB ist doch in Altersteilzeit!“

 

Die CDU in Göttingen zeige immer nur Verständnis für die Kürzungen der Landespolitik, erst in der Wissenschaft dann in der Kultur. „Ich frage mich: Wann hat die CDU auch mal Verständnis für die Göttinger Interessen?“ Und der Oberbürgermeister Göttingens? „Der OB befindet sich doch bereits in Altersteilzeit!“ Die Untätigkeit und Konzeptlosigkeit des OB führe die Stadt Göttingen in ein Machtvakuum, sowohl im Landkreis als auch in ganz Südniedersachsen.

 

Göttingen braucht den Wechsel

 

Andretta gab für ihre Amtszeit aber auch klare Ziele vor: „Erstens: die SPD tritt an, 2006 wieder stärkste Kraft zu sein. Zweitens: der nächste OB wird ein Sozialdemokrat sein.“ Die Chancen dafür seien gut. Denn auch den Grünen sei klar, dass Göttingen den Wechsel brauche. „Wer werden versuchen, einen Kandidaten zu finden, der auch die Unterstützung der Grünen findet.“ Der Stadtverband werde jetzt mit den Vorbereitungen zur Wahl 2006 beginnen. Im November werde es dazu einen Workshop geben. Klaus Wettig habe bereits zusagt, die Partei zu unterstützen. Das Nominierungsverfahren werde man im nächsten Jahr beginnen.

 

Dass Stefan Christmann als stellvertretender Vorsitzender seiner Aufgabe gewachsen ist, die kontinuierliche Vertretung der Partei in der Ratsfraktion sicher zu stellen, machte er in seiner Rede deutlich. Der 23 Jahre alte Student der Wirtschaftinformatik sieht es als seine Aufgabe an, auf die Umsetzung der Beschlüsse der Partei in der Fraktion zu achten und die Arbeit der Fraktion mitzugestalten. Seine Schwerpunkte seien die Bildungspolitik, und durch seine Aktivitäten bei ver.di und seinem Studium auch die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik.

Seinen Weg zur SPD fand Christmann 1999 aufgrund des überzeugenden Auftretens der SPD im Kampf gegen die Aufmärsche der NPD. Auch soziale Gerechtigkeit, das zeige die Vergangenheit, sei nur mit der SPD zu erreichen. Auch er werde dafür kämpfen, „diesen Oberbürgermeister endlich abzulösen“. gm




Mit 66 Ja und 2 Nein Stimmen wurde Andretta zur neuen Vorsitzenden gewählt. Stefan Christmann erhielt 59/3/3 Stimmen der Delegierten. Tom Stolle (li.) arbeitet jetzt für den Generalsekretär der SPD in Berlin.


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